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DER

ANDERE

BLICK

Michelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle.
Die Ausstellung im Odysseum Köln.

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DER ANDERE BLICK -
DIE AUSSTELLUNG

Vier Jahre seines Lebens hat Michelangelo auf einem Gerüst verbracht, um der Nachwelt einen der größten Kunstschätze der Welt zu hinterlassen. In der Sonderausstellung erhalten Sie die einmalige Gelegenheit, Michelangelos außergewöhnliche Meisterwerke in der Sixtinischen Kapelle in einer noch nie da gewesenen Art und Weise zu betrachten.

Die Ausstellung DER ANDERE BLICK kehrt die Situation um: Auf dem Gerüst stehen diesmal Sie. Der Blick richtet sich dabei nicht nach oben, in 22 m Höhe, wie beim Besuch der Sixtinischen Kapelle, sondern nach unten. In nahezu originalgetreuer Größe werden die Deckenfresken wortwörtlich auf die Erde geholt und ermöglichen dem Betrachter eine Nähe zu den Gemälden, die sie greifbar erscheinen lässt.

Erleben Sie eine faszinierende Ausstellung, deren außergewöhnliche Inszenierung Ihnen eine völlig neue Perspektive auf Michelangelos Lebenswerk eröffnet.

Michelangelo

DECKENFRESKEN IN DER SIXTINISCHEN KAPELLE

Die Sixtinische Kapelle im Vatikan gilt als eine der prächtigsten Kapellen der Welt – unter Michelangelos gigantischem Fresko am Deckengewölbe wird der Papst gewählt.

Die Deckenmalereien malte Michelangelo Buonarroti zwischen 1508 und 1512 im Auftrag von Papst Julius II. An Allerheiligen 1512 stellte Michelangelo das gigantische, über 500 Quadratmeter bedeckende, Gesamtwerk fertig. Besonders das berühmte Fresko von der Schöpfung des Adams, mit der bedeutungsvollen Geste des sich beinahe berührenden Zeigefingers Gottes mit dem des Adam, gehört bis heute zu den am meisten reproduzierten Bildern der Welt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die neun zentralen Bildfelder des Deckenfreskos. Sie zeigen die Schöpfungsgeschichte.

MICHELANGELOS MEISTERWERKE IM ODYSSEUM

Wer die Sixtinische Kapelle in Rom schon einmal besucht hat, weiß um die unglaubliche Wirkung der Fresken. Wem dies bisher nicht vergönnt war, der kann ab 17. Juni 2016 die Meisterwerke der Sixtinischen Kapelle in Form von spektakulären Reproduktionen im Odysseum Köln bewundern. Von der Erschaffung Adams bis hin zum Jüngsten Gericht haben die Macher der Ausstellung eine Szenerie erschaffen, um dem Besucher einen wahrhaftig „anderen Blick“ zu ermöglichen.

Die Ausstellung wird im Odysseum Köln auf ca. 1.200 qm präsentiert. Im ersten Bereich befindet sich eine große Auswahl der Wand-Gemälde der Sixtinischen Kapelle. Im zweiten Bereich erwartet den Besucher, dank einer speziellen Gerüst-Konstruktion, die Möglichkeit, aus 1,75 m Höhe auf die am Boden angebrachten, weltberühmten Fresken herabzublicken.

In mehr als eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit wurden die vom Vatikanischen Museum zur Verfügung gestellten Fotos aufwändig überarbeitet, um die Reproduktion auf Stoff zu ermöglichen. Der Druck der Bilder auf Stoff ermöglicht eine beeindruckende Authentizität und lässt die unglaubliche Leistung Michelangelos in einem neuen Licht erscheinen.

Multimediale und interaktive Exponate zum Thema Kunst, wie beispielsweise die Mal- und Freskowerkstatt, runden den Besuch für die großen und kleinen Gäste ab.

MICHELANGELO - DAS GENIE MIT DEN GÖTTLICHEN HÄNDEN

Im späten 14. Jahrhundert begann in Europa eine Ära des kulturellen Wandels, die als Renaissance – als die Zeit der „Wiedergeburt“ – in die Geschichtsschreibung eingehen sollte. Als wichtigstes Charakteristikum der Renaissance wird die Wiedergeburt des antiken Geistes betrachtet.

Auf dem Zenit dieser Epoche, am 6. März 1475, erblickte Michelangelo die Lodovico Buonarroti Simoni im toskanischen Caprese das Licht dieser Welt. Im Alter von 13 Jahren begann Michelangelo bei Domenico Ghirlandaio seine Ausbildung zum Maler und schon wenig später trat er in die Kunstschule von Lorenzo il Magnifico ein, um das Handwerk der Bildhauerei zu erlernen, der er deutlich mehr zugeneigt war.

Ein erstes bedeutsames Werk schuf Michelangelo im Alter von nur 21 Jahren in Rom mit der Pietà von St. Peter. Ihr folgte in Florenz die heute weltberühmte Statue des David. Zweifelsohne wurde Michelangelo schon zu Lebzeiten zu einem der bedeutendsten Künstler der Hochrenaissance und prägte ganze Generationen darüber hinaus. Michelangelo starb am 18. Februar 1564 in Rom.

Im Jahr 1508 folgte Michelangelo dem Ruf Papst Julius II. nach Rom, in der Hoffnung, ein Jahre zuvor begonnenes Grabmonument für den Papst vollenden zu dürfen. Doch weit gefehlt. Der Auftrag seiner Heiligkeit galt der Neugestaltung des Deckengewölbes in der Sixtinischen Kapelle, die bis zu diesem Zeitpunkt noch von einem schlichten Sternenhimmel geprägt waren. Nur Widerwillig nahm der Künstler den Auftrag an, denn ein Nein hätte zu dieser Zeit durchaus das Ende seiner Karriere zur Folge gehabt.

Umfasste der Plan zunächst die Abbildung der Zwölf Apostel, so unterbreitete Michelangelo dem Papst kurze Zeit später seinen Entwurf, mit hunderten Figuren die Geschichte von der Schöpfung bis zur Sintflut und überdies die Vorväter Christi, sowie Propheten und Sibyllen darzustellen. Julius willigte ein und überließ dem Künstler die Freiheit, nach seinen eigenen Vorstellungen zu verfahren.

An Allerheiligen 1512 stellte Michelangelo das gigantische, über 500 Quadratmeter bedeckende Gesamtwerk fertig. Besonders das berühmte Fresko von der Schöpfung des Menschen, mit der bedeutungsvollen Geste des sich beinahe berührenden Zeigefingers Gottes mit dem des Adam, gehört bis heute zu den am meisten reproduzierten Bildern der Welt. Das 180 Quadratmeter bedeckende Fresko des Jüngsten Gerichts hinter dem Altar folgte erst Jahre später, in der Zeit von 1536 bis 1541.

Die Sixtinische Kapelle (italienisch Cappella Sistina) trägt den Namen ihres Auftraggebers Papst Sixtus IV. – mit bürgerlichem Namen Francesco della Rovere -, der die antike Große Kapelle in den Jahren 1477 bis 1480 umbauen ließ. Die Entwürfe stammen vom Architekten Baccio Pontelli, der die vorhandenen Mauern der Großen Kapelle bis zu einem Drittel ihrer Höhe stehen ließ und sie in den Neubau der Sixtinischen Kapelle integrierte.

Die Kapelle diente einerseits als Versammlungsraum und war darüber hinaus auch zum Schutze vor den türkischen Truppen erbaut worden, die zu jener Zeit die Ostküste Italiens bedrohten. Die Sixtinische Kapelle beherbergt heute einige der berühmtesten Gemälde der Welt. Denn nachdem 1480 das Gebäude an sich fertiggestellt war, wurden Teile des Inneren der Kapelle auf Wunsch des Papstes von berühmten florentinischen Malern wie Perugino, Botticelli, Ghirlandaio und Rosselli gestaltet.

Die Gestaltung der Wandfresken wurde 1481 begonnen und 1482 bereits fertiggestellt. Von Mai 1508 bis Allerheiligen 1512 schuf Michelangelo die weltberühmten Deckenfresken und von 1536 bis 1541 die monumentale Darstellung des Jüngsten Gerichts.

Im ausklingenden Mittelalter besannen sich Künstler und Gelehrte der Leistungen der griechisch-römischen Antike. Zu den Künstlern dieser Zeit zählen Maler und Bildhauer wie Tizian, Leonardo da Vinci, Donatello, Dürer und selbstverständlich Michelangelo. Aber auch der Schriftsteller Shakespeare und der Gelehrte Machiavelli prägten die Zeit der „Wiedergeburt“.

Die überwiegende Mehrheit der Gemälde der Renaissance sind Altarbilder und Fresken mit religiösem Inhalt, während die Bildhauerei vorrangig Standfiguren und Büsten hervorbrachte. Dabei galt es, aus der Vielfalt der menschlichen Natur das Schöne herauszufiltern. Nicht selten spielte dabei die Nacktheit eine gewichtige Rolle – symbolisierte sie doch mehr als alles andere die Unschuld und drückte die ursprüngliche Schönheit des Menschen aus. Wirklichkeitsgetreue anatomische Studien gingen den Werken voraus und die Resultate stellten den menschlichen Körper als Akt in idealisierten Proportionen dar. Bis zu dieser Zeit geltende Tabus wurden von den Künstlern der Renaissance durchbrochen. So sind in Michelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle zahlreiche erstaunlich menschliche Darstellungen Gottes zu sehen. Auch scheute sich der Künstler nicht, der Welt das blanke Hinterteil des Herrn zu Gesicht zu bringen, nachdem dieser Sonne und Mond an die ihnen zugedachten Plätze am Firmament gewiesen hatte. Die Rechtfertigung dieser Darstellungen Gottes liefert die Bibel selbst – heißt es dort doch „Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild!“.

Als weiteres Novum dieser Kulturepoche darf die perspektivische Malerei gewertet werden, in der es Künstlern erstmals gelang, dreidimensional wirkende Bilder auf zweidimensionalen und sogar gewölbten Flächen realitätsgetreu darzustellen.

DEUTSCHLANDPREMIERE IM ODYSSEUM

Die Sonderausstellung DER ANDERE BLICK feiert ihre Premiere am 17. Juni 2016 im Abenteuermuseum Odysseum Köln. Erstmals sind Michelangelos außergewöhnliche Meisterwerke in Deutschland zu sehen. Weitere Tourstädte weltweit sind in der Planung.

DER ANDERE BLICK wird von der AWC AG in Kooperation mit der Agentur Exhibition 4 You GmbH & Co. KG produziert und unterstützt von: Ingo Langner, Kurator; S.E. Walter Kardinal Brandmüller, Schirmherr und Prof. Dr. Arnold Nesselrath, wissenschaftlicher Berater. Dem Ehrenkomitee gehören an: S.E. Kurt Kardinal Koch, Prof. Gabriela von Habsburg, Prof. Dr. Horst Bredekamp und Peter Limbourg.

DAS ABENTEUERMUSEUM IN KÖLN

Ob alltägliche Fragen oder komplexe Phänomene, im Odysseum lernen Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene, auf einem 5.500 m² großen Lernspielplatz, die spannende Seite von Naturwissenschaft und Technik kennen.

Spannende Wechselausstellungen, ein eigenes 3D Kino mit packenden Special Effects und eine elektrisierende Science Show – die wissenschaftliche Live-Experimente für jeden begreifbar macht – sorgen zusätzlich für bestes Entertainment bei großen und kleinen Entdeckern. Neben den Themenräumen Leben und Erde, beherbergt das Odysseum das einzige offizielle Museum mit der Maus©.

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